6. Miriam Kölly

Als gebürtige Altbacherin gestalte ich bereits seit dem Kindesalter unser Gemeindeleben aktiv mit, sei es bei Vereinstätigkeiten oder im Arbeitseinsatz beim Altbacher Dorffest. Mein Hauptengagement liegt im Radfahrerverein Altbach bei dem ich – nach der Beendigung meiner aktiven Zeit als Sportlerin und Trainerin – seit 2,5 Jahren 2. Vorsitzende bin.

Vergangenes Jahr schloss ich mein Studium zum Bachelor of Science für Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie ab und bin seitdem als Projektkoordinatorin im strategischen Einkauf tätig.

Freiwilliges soziales Engagement ist eine der tragenden Säulen des öffentlichen Zusammenlebens, aber immer weniger Menschen sind bereit sich ehrenamtlich zu engagieren. Wir müssen vereins- und organisationsübergreifend aktiv zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen – dafür setze ich mich ein!

Mit meiner Kandidatur setze ich ein Zeichen gegen die aufkommende Politikverdrossenheit und für die Förderung der Zusammenarbeit, ganz nach dem Motto:

UVW – Partner statt Partei – Unabhängig, Willensstark und Vorausschauend!

1) Altbach leidet unter dem Steuerausfall des Kraftwerks. Auf dem Decoma-Gelände läuft gerade der Abriss, was Neuansiedlungen im Industriegebiet ermöglicht. Wie sehen Sie dessen Entwicklung, um mehr Gewerbesteuerzahler zu gewinnen?

Um den Altbacher Finanzhaushalt wieder zu stabilisieren, muss es mittel- und langfristig das Ziel sein, Gewerbe auf dem DECOMA-Areal und auf weiteren Flächen im Gewerbegebiet anzusiedeln. Neue Firmen bringen neue Arbeitsplätze nach Altbach.

2) Der großflächige Bebauungsplan Schurwaldstraße ist derzeit in der Bevölkerung umstritten. Wie weit soll die Innenentwicklung gehen, welches Maß an Verdichtung ist angemessen?

Mit der Erschließung des Neubaugebietes in der Losburgstraße hat Altbach seine nahezu letzten bebaubaren Flächen ausgereizt. Es gibt nicht mehr viel Spielraum, was die Situation in Anbetracht von Wohnungsmangel und Einzugsgebiet für den Großraum nicht einfacher gestaltet. Wir müssen uns aktiv mit der Frage auseinandersetzen, was für Altbach zukünftig eine gesunde Einwohnerzahl ist, damit die Balance zwischen benötigten Wohnraum und sinnvoller Nachverdichtung hergestellt wird.

3) Die Entwicklung des Pflegeheims auf dem Hammelehle-Gelände und die Neunutzung des alten Rathauses stehen an, ebenso die Neunutzung des „Schlösschens“ mit dem früheren Sitzungssaal. Wie sehen Sie die Weiterentwicklung dieser drei Gebäude?

Ein Pflegeheim auf dem ehemaligen Hammelehle-Gelände anzusiedeln, ist sicherlich aus infrastrukturellen Gesichtspunkten nicht der ideale Ort, allerdings gibt es mangels fehlender Optionen keine geeignete Alternative. Um die zukünftigen Bewohner aktiv ins Gemeindeleben zu integrieren, bedarf es einfallsreicher Ideen und tatkräftigen sozialen Engagements.

Das „alte“ (Beton) Rathaus ist verkauft und wird zur Zeit bereits vom neuen Eigentümer saniert.

Das „Schlösschen“ ist schon aus rein historischen und nostalgischen Gründen aus Altbach nicht wegzudenken. Daher wäre es schön, wenn es zeitnah einer neuen Nutzung z.B. in Form eines Cafés, eines Begegnungszentrums o.ä. zugeführt werden könnte.